Lokalpolitik
April 2011: Twin Towers in Buchs SG?
Wäre der Bericht über die Buchser Zentrumsplanung am 1. April erschienen, hätte wohl niemand daran gezweifelt, dass es sich um einen Aprilscherz gehandelt hätte. Aber so, am 9. April, muss man wohl annehmen, dass es durchaus ernst gemeint ist. Nachdem schon die Idee eines einzelnen Turmes (auf dem Chez-Fritz-Areal) gescheitert ist, denkt man nun, nebst der Neuauflage dieser Idee, allen Ernstes sogar noch an einen zweiten, ebenfalls 50 Meter hohen Turm im Buchser Zentrum? Und das erst noch auf dem Areal der Lokremise, von dem man doch eben noch gehört hat, dass es sich um ein historisch einzigartiges Bauwerk handle, das unbedingt zu erhalten sei. Brauchen wir tatsächlich im Buchser Zentrum noch eine weitere so massive Zunahme von Geschäfts-, Büro- und Gewerberäumen mit dem ganzen zusätzlich dadurch verursachten Verkehr? Oder wäre es nicht an der Zeit, ein bisschen bescheidener, dafür etwas realistischer zu planen? Ich denke da beispielsweise an den sozialen Wohnungsbau, wird es infolge der gegenwärtigen städtischen Entwicklung von Buchs doch immer schwieriger, günstigen Wohnraum zu finden. Handlungsbedarf läge ebenfalls darin, entgegen dem jetzigen Trend beim Detailhandel wieder einen grösseren Branchenmix anzustreben. Und auch ein schönes, vielräumiges und variabel nutzbares Jugendhaus fehlt nach wie vor. Der Buchser Gemeinderat scheint es aber vorzuziehen, die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinde an ein fernab von Buchs tätiges Zürcher Planungsbüro zu delegieren, wo dann unter so vielversprechenden Begriffen wie „Masterplan", „Stärkung des Buchser Kreuzes", „Zentrumsentwicklung", „städtebauliches Gesicht" am grünen Tisch Pläne entworfen werden, die wohl viel mehr mit dem Gigantismus amerikanischer und fernöstlicher Grossstädte etwas zu tun haben als mit den tatsächlichen Bedürfnissen unserer eigenen Bevölkerung.
Dezember 2010: Stadtpark, Stadtplatz oder
Büroturm?
Wie soll das ehemalige Chez-Fritz-Areal in Buchs
zukünftig genutzt werden? Mehr dazu
hier...
November 2010: Werdenberger Kultur in Schieflage
Pro Anlass
erhält das Kulturprogramm des Schlosses Werdenberg das 20fache an
öffentlichen Geldern als das Werdenberger Kleintheater fabriggli! Mehr dazu
hier...
Lokremise Buchs: Eventhalle oder Eisenbahnmuseum?
Soll die
Lokremise auf dem Buchser Bahnhof zukünftig, wie der Buchser Gemeinderat
beabsichtigt, als Eventhalle (z.B. für die Aufführung von Musicals)
benutzt werden? Oder, wie der Eisenbahnclub Schaan-Vaduz hofft, als
Eisenbahnmuseum genutzt werden?
Einiges spricht aus meiner Sicht für die Nutzung der Lokremise als
Eisenbahnmuseum. Mehr
dazu hier...
Nulltoleranz im Trend. In Buchs SG (CH) ist, wie zuvor in Bern, St. Gallen, Chur und anderen Schweizer Städten, ein neues Polizeireglement eingeführt worden, mit dem uneingeschränkte Videoüberwachung des öffentlichen Raums sowie die Möglichkeit der Wegweisung unerwünschter Personen oder Personengruppen aus dem öffentlichen Raum institutionalisiert worden ist. Gegen das Reglement war erfolgreich das Referendum ergriffen worden. Am 17. Mai 2009 wurde das neue Polizeireglement an der Urne mit 62,5 Prozent Jastimmen angenommen, ein Achtungserfolg für die Gegnerinnen und Gegner des Reglements, wenn man das Abstimmungsergebnis mit jenem in anderen Städten vergleicht. Mehr dazu...
Aktuelle Beispiele aus Bern, Chur, Thun und weiteren Städten
Zuhanden der Bürgerversammlung vom 11. Mai 2009 legte der Buchser Gemeinderat den Antrag zu einer Änderung der Gemeindeordnung vor, um zukünftig Formen einer "Wirkungsorientierten Verwaltungsführung" (WoV, auch bekannt unter dem Begriff NPM) einführen zu können. Der Antrag wurde gutgeheissen. Mehr dazu...
November 2010. Landauf landab, diesseits und jenseits des Rheins verfügt unsere Region mittlerweile über eine immense Anzahl kultureller Institutionen und Räumlichkeiten. Was hingegen nach wie vor weit gehend fehlt, sind Räume für Projekte und Aktivitäten Jugendlicher. Immer wieder stehen Gebäude, die sich dafür bestens eignen würden, jahrelang ungenutzt leer - mit kleinem finanziellem Aufwand wäre vieles möglich. Das eine oder andere Gebäude wird wohl schon bald für immer aus unserem Ortsbild verschwunden sein. Aber vielleicht gibt es ja noch andere Gebäude, die hierfür in Frage kämen... Mehr dazu...