Lernzentrum: Ergänzungen
Vieles wird sich durch das Lernen in altersgemischten Gruppen von selber ändern. Zum Beispiel das traditionelle Strafensystem. Undenkbar, dass ein 15jähriger Kursleiter einer 60jährigen Kursteilnehmerin eine Strafe aufbrummt, bloss weil sie zwei Minuten zu spät zum "Unterricht" erscheint.
Alle Lehrerinnen und Lehrer bestätigen es: Wenn du mit diesem oder jenem "schwierigen" Schüler nach dem Unterricht unter vier Augen sprichst, ist es überhaupt kein Problem. Erst wenn er wieder in der Klasse mit den anderen zusammen ist, geht der Teufel los. Das Problem ist nicht dieser oder jene Jugendliche. Das Problem ist einzig und allein die Jahrgangsklasse, die zwischen Jugendlichen, die nichts miteinander zu tun haben und dennoch gezwungen sind, Tag für Tag im gleichen Schulzimmer zu sitzen, so zerstörerische gruppendynamische Prozesse auslöst, dass sowohl die Kinder wie auch ihre Lehrpersonen dabei krank werden.
Im Lernzentrum sind auch solche Probleme keine Probleme: Muslimische Mädchen mit Kopftüchern, Schwimmunterricht für Türkinnen, Weihnachtsfeiern, usw. So gesehen ist das Lernzentrum auch eine adäquate Antwort auf die multikulturelle Gesellschaft.
Festigung von Grundwissen und Kulturtechniken in lernvoraussetzungsangepassten Niveaukursen: Ein folgender Kurs kann erst besucht werden, wenn der vorangegangene erfolgreich abgeschlossen wurde. Nicht wie im traditionellen Schulsystem, wo alle "mitgeschleppt" werden, bloss so lange sie einen Gesamtnotendurchschnitt von 4,0 erreichen.